zurück Meldungen Artikel Bilder Viten Mappen Termine Kontakte Service Suche Start


Sie sehen den Artikel: Banken senken Kosten und erhöhen Wirtschaftlichkeit. Veröffentlicht am: 10.07.2008
 
Web-Vorlage

Banken senken Kosten und erhöhen Wirtschaftlichkeit

GAD schloss größtes Migrationsprojekt in ihrer fast 45-jährigen Geschichte erfolgreich ab

 

Mit der Umstellung auf das neue Bankenverfahren bank21 hat die GAD, IT-Kompetenzcenter für rund 450 Volks- und Raiffeisenbanken, Ende August das größte Migrationsprojekt in ihrer fast 45-jährigen Geschichte erfolgreich abgeschlossen. bank21 ist im Bereich der Standard-Bankensoftware ein innovatives und zukunftsfähiges Produkt. Es liefert den Kreditinstituten eine umfassende Prozess- und Vertriebsunterstützung. Somit ist das Ergebnis des Migrations-Projektes ein leistungsfähiges und zukunftsorientiertes IT-Gesamtpaket – bestehend aus bank21 inklusive einer neuen technischen Plattform. Es erhöht die Wirtschaftlichkeit und die Ertragskraft der Banken und reduziert den Administrationsaufwand vor Ort.

 

Durch die Hardwarekonsolidierung und die Konzentration der Technik zurück ins Rechenzentrum sparen die Kreditinstitute insgesamt circa 40 Prozent ihrer Server ein. Darüber hinaus verringern sich auch die Betriebskosten, etwa in Form von Personalaufwand für Software-Installation, Software-Updates, laufende Betreuung, Wartung und Störfallbehebung.

 

Unter der neuen IT-Lösung sind alle technischen Bausteine der neuen Bankenplattform zusammengefasst. Dazu zählen Client/Server-Systeme, Kundenselbstbedienungskomponenten, System- und Systemmanagementsoftware, Software zur Bürokommunikation, bankenspezifische Software sowie ein neues leistungsfähiges Netzwerk.

 

Mit detaillierten Einführungs- und Supportkonzepten und der erfolgreichen Umsetzung der Migration hat die GAD einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie kompetenter Lösungspartner für Banken ist: In einem Zeitraum von März 2005 bis August 2007 wurden mehr als 60.000 Arbeitsplätze, fast 16.000 SB-Geräte und rund 6.600 Server migriert. Zu Spitzenzeiten stellten die Banken bis zu 1.200 Arbeitsplätze wöchentlich um.

 

Rezentralisierung der Technik: Mehr zentral, weniger dezentral

Mehr zentral, weniger dezentral – so lautete das Ziel der technischen Migration. Das bedeutet: Bankfachliche und technische Funktionen wurden von der Bank zurück auf die Server im Rechenzentrum verlagert und damit die Anzahl der Server in den Räumlichkeiten der Banken verringert.

Durch die Konzentration der Technik im Rechenzentrum können Leitungskapazitäten optimal genutzt und Synergien ausgeschöpft werden. Zusätzlich erhöht sich die Stabilität und Hochverfügbarkeit (z.B. durch Cluster-Lösungen) der Anwendungen. Zudem senkt die Bank Kosten für den dezentralen Betrieb und wird von vielen administrativen Aufgaben entlastet.

 

Eine spezielle technische Lösung bietet die GAD mit bank21-Citrix. Dieses Konzept erlaubt es den Banken, Server auf die Hauptstelle zu konzentrieren und so die Anzahl dieser Maschinen zu reduzieren. Auf der CeBIT hat das Projekt bank21-Citrix den ersten Preis des Server Based Award 2007 gewonnen. Insbesondere die hohen Kosteneinspareffekte der Lösung, das innovative Projektverfahren und die erfolgreiche Umsetzung der hohen organisatorischen und Business-Anforderungen überzeugten die Jury.

Mit dem Einsatz von bank21-Citrix werden bis zu 1.500 Lotus Domino-Server in den Geschäftsstellen der Kreditinstitute überflüssig. Heute können bereits mehr als 13.000 Anwender in über 170 Instituten diese Lösung nutzen. 

 

Erfolgreiches Umsetzungs- und Supportkonzept

Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern mit dezentralen Einzellösungen, bietet die GAD als Full-Service-Provider branchengerechte Lösungspakete – vom Management über die Pflege und Schulung bis hin zur Weiterentwicklung der Technologie und zum Support.

 

Die komplexen logistischen Herausforderungen der Migration konnten dank einheitlicher Projektphasen und eines standardisierten Vorgehensmodells einfach und systematisch gemeistert werden. Darauf aufbauend entwickelten die Banken ihr individuelles Migrationskonzept. Und auch für alle weiteren Schritte war mit dem Vorgehensmodell eine solide Basis gelegt: Von gemeinsamen Einführungsseminaren für mehrere Banken und individuellen Migrationsberatungen der einzelnen Bank über die IST-Analyse, die Erstellung eines SOLL-Konzeptes und Schulungen bis hin zur endgültigen Umstellung.

 

Das Projekt konnte nicht zuletzt durch die aktive Mitarbeit der Banken erfolgreich umgesetzt werden. Durch ein detailliert geplantes Umsetzungs- und Supportkonzept unterstützte die GAD gemeinsam mit ihren  Tochterunternehmen Ratiodata und VR Netze die Institute bei allen Migrationsphasen. Die technische Basis lieferte die VR Netze mit ihrem  innovativen Netzwerkkonzept auf Basis der Multiprotocol Label Switching (MPLS) Technologie. Im Auftrag der Bank übernahmen Mitarbeiter der Ratiodata die technische Umstellung der Arbeitsplätze, Server und SB-Geräte.

Während des gesamten Projektes unterstützten Umstellungsbetreuer und der GAD-Vertrieb die einzelnen Institute. Bei zahlreichen Banken waren individuelle Besonderheiten zu berücksichtigen und zu planen. Sie wurden in vielen fachlichen Beratungsgesprächen zwischen GAD und den Banken geklärt. 

 

Zusätzlich stand in der GAD das Kunden-Servicecenter mit einem eigens für die Migration zuständigen Supportbüro telefonisch für Fragen rund um die Installation und Inbetriebnahme zur Verfügung.

 

Eine zentrale Funktion im Rollout übernahm das Koordinationsbüro, das die GAD für die Dauer des Projektes eingerichtet hatte. Von dort aus wurde die Umstellung in den Banken geplant, überwacht und gesteuert. Die Mitarbeiter stimmten sich laufend mit dem Support-Büro, den Kundenbetreuern sowie den Umstellungsbetreuern ab.

 

Die einzelnen Teilschritte für die Migration auf die neue technische Plattform sahen wie folgt aus:

 

1. Migrationsplanung

Circa zehn bis zwölf Wochen vor dem Start der Migration fanden ausführliche Planungsgespräche der Bank mit dem verantwortlichen Kundenbetreuer und einem technischen Spezialberater der GAD statt. Wesentliche Ergebnisse dieses Schrittes waren die Kostenermittlung, das Migrationskonzept und ein dataillierter Umstellungsplan für jede einzelne Bank.

Sobald die Bank ihre individuelle Vorplanung abgeschlossen hatte, konnte sie über das speziell für Umstellung entwickelte Buchungsverfahren Termine für die Kerninstallation und die Ausbaustufe bei der GAD buchen. Daraus leitete die GAD Termine für alle wichtigen Meilensteine ab. Auf dieser Basis erstellte die Bank schließlich ihre eigene Projektorganisation für die Durchführung der Migration.

 

2. Schulung und Vorbereitung

Insgesamt über 1.000 IT-Verantwortliche der Banken sowie mehr als 9.500 Bankmitarbeiter der Fachebene wurden an insgesamt circa 18.600  Schulungstagen auf die Migration und Nutzung durch aufeinander abgestimmte Seminare und e-Learning Module zielgruppengerecht vorbereitet. Zusätzlich stellte die GAD umfassende Handbücher, Unterlagen und Zeitpläne bereit.

Die IT-Administratoren wurden in der Netzwerktechnik und speziell für den Einsatz des so genannten „Software-Manager“ – einem von der GAD entwickelten Softwareverteilungsverfahren – geschult. Damit konnten die Banken die PC-Arbeitsplätze und Server relativ einfach in Eigenregie generieren. Darüber hinaus ermöglicht der Software-Manager die Überwachung von Systemkomponenten. Er meldet etwa den Ausfall von Maschinen, überwacht den verfügbaren Speicherplatz und den Zustand von Datenbanken.

 

3. Kerninstallation

Jede Bank installierte zunächst ein erstes Teilnetz mit den notwendigen Servern und einer überschaubaren Anzahl von circa 5 bis 15 Arbeitsplätzen. Diese Installation bildete die Keimzelle für die eigentliche Umstellung. Was in welcher Reihenfolge und zu welchem Zeitpunkt umgestellt wurde, das entschied jede Bank selbst. Einflussgrößen waren beispielsweise die individuellen organisatorischen Bedürfnisse der Bank, die jeweilige Größe sowie die geschäftspolitische Ausrichtung.

 

4. Konsolidierung und Vorbereitung

Nach der Kerninstallation war eine Konsolidierungsphase von einigen Wochen vorgesehen. Während dieser Zeit traf die Bank alle organisatorischen, technischen und logistischen Vorbereitungen für die Ausbaustufe, mit der die eigentliche technische Umstellung bezeichnet wird. In dieser Phase wurden beispielsweise die Anwender geschult, Dienstleister beauftragt, Generierungen und Bestellungen vorbereitet.

 

5. Ausbaustufe und Abschluss der Migration

Jede Bank konnte die Kerninstallation und die Ausbaustufe in eigener Regie durchführen oder einen Dienstleister mit dieser Aufgabe beauftragen (z.B. das GAD-Tochterunternehmen Ratiodata). Während der Ausbaustufe wurden im Regelfall auch die Geldautomaten, Kontoauszugdrucker und Selbstbedienungsterminals umgestellt. Gemeinsam mit der Ratiodata hatte die GAD ein für die Branche außergewöhnliches Dienstleistungskonzept entwickelt, das den Rolloutprozess unterstützte. So assemblierte die Ratiodata die Hard- und Software nach den Wünschen der Banken, lieferte die Maschinen an den gewünschten Standort und installierte die Geräte – basierend auf den Standards von bank21 -  im Auftrag der Bank vor Ort.

 

Harmonische Koexistenz marktgängiger Plattformen

Mit bank21 inklusive seiner neuen technischen Plattform hat die GAD bei ihren Kunden eine standardisierte und marktgängige technische Plattform eingeführt und unter Kostengesichtspunkten eine harmonische Koexistenz zwischen Linux und Windows geschaffen. Unter der neuen Lösung werden Windows XP, Suse Linux und Microsoft Server 2003 eingesetzt. Mit dem Linux verfügen die Server über ein stabiles und sicheres Betriebssystem, das kostengünstig zu betreiben ist. Windows zeichnet sich durch die unkomplizierte Handhabung aus und die Banken können zusätzlich zu den bank21-Anwendungen weitere PC-Anwendungen nutzen. Das Serverkonzept lässt sich auf die individuellen Kundenbedürfnisse zuschneiden. Es berücksichtigt die unterschiedlichen Bank- und Standortgrößen, die Ansprüche an die Ausfallsicherheit und die Hochverfügbarkeit der Systeme. Das Einsatzspektrum beginnt mit relativ kleinen Einzelservern und endet bei großen Clustersystemen, die mit bedarfsgerechten Datensicherungssystemen hinterlegt sind.

 

Für die Zukunft gerüstet

Die aktuellen und zukünftigen Anforderungen im Bankgeschäft erfordern eine zukunftsfähige Infrastruktur und ein modernes Bankenverfahren. Mit bank21 sind die Volks- und Raiffeisenbanken im Geschäftsgebiet der GAD bestens gerüstet. Zum einen steigern sie ihre Wirtschaftlichkeit, indem sie mit bank21 völlig neue Vertriebskonzepte und Geschäftsmodelle umsetzen. Zum anderen können die Banken Kosten sparen und technische Routineabläufe zunehmend automatisiert durchführen. Außerdem erlaubt die neue technische Plattform den Einsatz innovativer Anwendungen im SB-Bereich – beispielsweise den Verkauf von Karten für Veranstaltungen am Geldautomaten bzw. Kontoauszugsdrucker (Ticket-Service) oder auch von Flugtickets (TUIfly) – die die GAD in Zukunft weiter ausbauen wird.

 

Die Kunden der GAD sind mit bank21 strategisch gut aufgestellt. Gleichzeitig verfügen sie über eine marktgerechte, stabile und robuste technische Plattform. Auf ihr können die heutigen Bankenapplikationen und PC-Anwendungen wie auch die Entwicklungen der nächsten Generation betrieben werden.

 

 

l>
 

Diesen Artikel als PDF-Datei downloaden  

 

 

 
Zu diesem Artikel ist derzeit kein Bild vorhanden
 
Zu diesem Artikel ist derzeit keine Vita vorhanden