Banken senken Kosten und erhöhen Wirtschaftlichkeit
GAD schloss größtes Migrationsprojekt in ihrer fast
45-jährigen Geschichte erfolgreich ab
Mit der Umstellung auf das neue Bankenverfahren bank21 hat
die GAD, IT-Kompetenzcenter für rund 450 Volks- und Raiffeisenbanken, Ende
August das größte Migrationsprojekt in ihrer fast 45-jährigen Geschichte
erfolgreich abgeschlossen. bank21 ist im Bereich der Standard-Bankensoftware
ein innovatives und zukunftsfähiges Produkt. Es liefert den Kreditinstituten
eine umfassende Prozess- und Vertriebsunterstützung. Somit ist das Ergebnis des
Migrations-Projektes ein leistungsfähiges und zukunftsorientiertes
IT-Gesamtpaket – bestehend aus bank21 inklusive einer neuen technischen
Plattform. Es erhöht die Wirtschaftlichkeit und die Ertragskraft der Banken und
reduziert den Administrationsaufwand vor Ort.
Durch die Hardwarekonsolidierung und die Konzentration der
Technik zurück ins Rechenzentrum sparen die Kreditinstitute insgesamt circa 40
Prozent ihrer Server ein. Darüber hinaus verringern sich auch die
Betriebskosten, etwa in Form von Personalaufwand für Software-Installation,
Software-Updates, laufende Betreuung, Wartung und Störfallbehebung.
Unter der neuen IT-Lösung sind alle technischen Bausteine der
neuen Bankenplattform zusammengefasst. Dazu zählen Client/Server-Systeme,
Kundenselbstbedienungskomponenten, System- und Systemmanagementsoftware,
Software zur Bürokommunikation, bankenspezifische Software sowie ein neues
leistungsfähiges Netzwerk.
Mit detaillierten Einführungs- und Supportkonzepten und der
erfolgreichen Umsetzung der Migration hat die GAD einmal mehr unter Beweis
gestellt, dass sie kompetenter Lösungspartner für Banken ist: In einem Zeitraum
von März 2005 bis August 2007 wurden mehr als 60.000 Arbeitsplätze, fast 16.000
SB-Geräte und rund 6.600 Server migriert. Zu Spitzenzeiten stellten die Banken
bis zu 1.200 Arbeitsplätze wöchentlich um.
Rezentralisierung der Technik: Mehr zentral, weniger
dezentral
Mehr zentral, weniger dezentral – so lautete das Ziel
der technischen Migration. Das bedeutet: Bankfachliche und technische
Funktionen wurden von der Bank zurück auf die Server im Rechenzentrum verlagert
und damit die Anzahl der Server in den Räumlichkeiten der Banken verringert.
Durch die Konzentration der Technik im Rechenzentrum können Leitungskapazitäten
optimal genutzt und Synergien ausgeschöpft werden. Zusätzlich erhöht sich die
Stabilität und Hochverfügbarkeit (z.B. durch Cluster-Lösungen) der Anwendungen.
Zudem senkt die Bank Kosten für den dezentralen Betrieb und wird von vielen
administrativen Aufgaben entlastet.
Eine spezielle technische Lösung bietet die GAD mit bank21-Citrix.
Dieses Konzept erlaubt es den Banken, Server auf die Hauptstelle zu
konzentrieren und so die Anzahl dieser Maschinen zu reduzieren. Auf der CeBIT
hat das Projekt bank21-Citrix den ersten Preis des Server Based Award 2007
gewonnen. Insbesondere die hohen Kosteneinspareffekte der Lösung, das
innovative Projektverfahren und die erfolgreiche Umsetzung der hohen
organisatorischen und Business-Anforderungen überzeugten die Jury.
Mit dem Einsatz von bank21-Citrix werden bis zu 1.500 Lotus
Domino-Server in den Geschäftsstellen der Kreditinstitute überflüssig. Heute
können bereits mehr als 13.000 Anwender in über 170 Instituten diese Lösung
nutzen.
Erfolgreiches Umsetzungs- und Supportkonzept
Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern mit dezentralen
Einzellösungen, bietet die GAD als Full-Service-Provider branchengerechte
Lösungspakete – vom Management über die Pflege und Schulung bis hin zur
Weiterentwicklung der Technologie und zum Support.
Die komplexen logistischen Herausforderungen der Migration
konnten dank einheitlicher Projektphasen und eines standardisierten
Vorgehensmodells einfach und systematisch gemeistert werden. Darauf aufbauend
entwickelten die Banken ihr individuelles Migrationskonzept. Und auch für alle
weiteren Schritte war mit dem Vorgehensmodell eine solide Basis gelegt: Von
gemeinsamen Einführungsseminaren für mehrere Banken und individuellen
Migrationsberatungen der einzelnen Bank über die IST-Analyse, die Erstellung
eines SOLL-Konzeptes und Schulungen bis hin zur endgültigen Umstellung.
Das Projekt konnte nicht zuletzt durch die aktive Mitarbeit
der Banken erfolgreich umgesetzt werden. Durch ein detailliert geplantes
Umsetzungs- und Supportkonzept unterstützte die GAD gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen Ratiodata und VR
Netze die Institute bei allen Migrationsphasen. Die technische Basis lieferte
die VR Netze mit ihrem innovativen
Netzwerkkonzept auf Basis der Multiprotocol Label Switching (MPLS) Technologie.
Im Auftrag der Bank übernahmen Mitarbeiter der Ratiodata die technische
Umstellung der Arbeitsplätze, Server und SB-Geräte.
Während des gesamten Projektes unterstützten Umstellungsbetreuer
und der GAD-Vertrieb die einzelnen Institute. Bei zahlreichen Banken waren
individuelle Besonderheiten zu berücksichtigen und zu planen. Sie wurden in
vielen fachlichen Beratungsgesprächen zwischen GAD und den Banken geklärt.
Zusätzlich stand in der GAD das Kunden-Servicecenter mit
einem eigens für die Migration zuständigen Supportbüro telefonisch für Fragen
rund um die Installation und Inbetriebnahme zur Verfügung.
Eine zentrale Funktion im Rollout übernahm das
Koordinationsbüro, das die GAD für die Dauer des Projektes eingerichtet hatte.
Von dort aus wurde die Umstellung in den Banken geplant, überwacht und
gesteuert. Die Mitarbeiter stimmten sich laufend mit dem Support-Büro, den
Kundenbetreuern sowie den Umstellungsbetreuern ab.
Die einzelnen Teilschritte für die Migration auf die neue
technische Plattform sahen wie folgt aus:
1. Migrationsplanung
Circa zehn bis zwölf Wochen vor dem Start der Migration
fanden ausführliche Planungsgespräche der Bank mit dem verantwortlichen
Kundenbetreuer und einem technischen Spezialberater der GAD statt. Wesentliche
Ergebnisse dieses Schrittes waren die Kostenermittlung, das Migrationskonzept
und ein dataillierter Umstellungsplan für jede einzelne Bank.
Sobald die Bank ihre individuelle Vorplanung abgeschlossen
hatte, konnte sie über das speziell für Umstellung entwickelte
Buchungsverfahren Termine für die Kerninstallation und die Ausbaustufe bei der
GAD buchen. Daraus leitete die GAD Termine für alle wichtigen Meilensteine ab.
Auf dieser Basis erstellte die Bank schließlich ihre eigene Projektorganisation
für die Durchführung der Migration.
2. Schulung und Vorbereitung
Insgesamt über 1.000 IT-Verantwortliche der Banken sowie mehr
als 9.500 Bankmitarbeiter der Fachebene wurden an insgesamt circa 18.600 Schulungstagen auf die Migration und
Nutzung durch aufeinander abgestimmte Seminare und e-Learning Module
zielgruppengerecht vorbereitet. Zusätzlich stellte die GAD umfassende
Handbücher, Unterlagen und Zeitpläne bereit.
Die IT-Administratoren wurden in der Netzwerktechnik und
speziell für den Einsatz des so genannten „Software-Manager“ – einem von
der GAD entwickelten Softwareverteilungsverfahren – geschult. Damit
konnten die Banken die PC-Arbeitsplätze und Server relativ einfach in
Eigenregie generieren. Darüber hinaus ermöglicht der Software-Manager die
Überwachung von Systemkomponenten. Er meldet etwa den Ausfall von Maschinen,
überwacht den verfügbaren Speicherplatz und den Zustand von Datenbanken.
3. Kerninstallation
Jede Bank installierte zunächst ein erstes Teilnetz mit den
notwendigen Servern und einer überschaubaren Anzahl von circa 5 bis 15
Arbeitsplätzen. Diese Installation bildete die Keimzelle für die eigentliche
Umstellung. Was in welcher Reihenfolge und zu welchem Zeitpunkt umgestellt
wurde, das entschied jede Bank selbst. Einflussgrößen waren beispielsweise die
individuellen organisatorischen Bedürfnisse der Bank, die jeweilige Größe sowie
die geschäftspolitische Ausrichtung.
4. Konsolidierung und Vorbereitung
Nach der Kerninstallation war eine Konsolidierungsphase von
einigen Wochen vorgesehen. Während dieser Zeit traf die Bank alle
organisatorischen, technischen und logistischen Vorbereitungen für die
Ausbaustufe, mit der die eigentliche technische Umstellung bezeichnet wird. In
dieser Phase wurden beispielsweise die Anwender geschult, Dienstleister
beauftragt, Generierungen und Bestellungen vorbereitet.
5. Ausbaustufe und Abschluss der Migration
Jede Bank konnte die Kerninstallation und die Ausbaustufe in
eigener Regie durchführen oder einen Dienstleister mit dieser Aufgabe
beauftragen (z.B. das GAD-Tochterunternehmen Ratiodata). Während der
Ausbaustufe wurden im Regelfall auch die Geldautomaten, Kontoauszugdrucker und
Selbstbedienungsterminals umgestellt. Gemeinsam mit der Ratiodata hatte die GAD
ein für die Branche außergewöhnliches Dienstleistungskonzept entwickelt, das
den Rolloutprozess unterstützte. So assemblierte die Ratiodata die Hard- und
Software nach den Wünschen der Banken, lieferte die Maschinen an den
gewünschten Standort und installierte die Geräte – basierend auf den
Standards von bank21 - im Auftrag
der Bank vor Ort.
Harmonische Koexistenz marktgängiger Plattformen
Mit bank21 inklusive seiner neuen technischen Plattform hat
die GAD bei ihren Kunden eine standardisierte und marktgängige technische
Plattform eingeführt und unter Kostengesichtspunkten eine harmonische
Koexistenz zwischen Linux und Windows geschaffen. Unter der neuen Lösung werden
Windows XP, Suse Linux und Microsoft Server 2003 eingesetzt. Mit dem Linux
verfügen die Server über ein stabiles und sicheres Betriebssystem, das
kostengünstig zu betreiben ist. Windows zeichnet sich durch die unkomplizierte
Handhabung aus und die Banken können zusätzlich zu den bank21-Anwendungen
weitere PC-Anwendungen nutzen. Das Serverkonzept lässt sich auf die
individuellen Kundenbedürfnisse zuschneiden. Es berücksichtigt die
unterschiedlichen Bank- und Standortgrößen, die Ansprüche an die
Ausfallsicherheit und die Hochverfügbarkeit der Systeme. Das Einsatzspektrum
beginnt mit relativ kleinen Einzelservern und endet bei großen Clustersystemen,
die mit bedarfsgerechten Datensicherungssystemen hinterlegt sind.
Für die Zukunft gerüstet
Die aktuellen und zukünftigen Anforderungen im Bankgeschäft
erfordern eine zukunftsfähige Infrastruktur und ein modernes Bankenverfahren.
Mit bank21 sind die Volks- und Raiffeisenbanken im Geschäftsgebiet der GAD
bestens gerüstet. Zum einen steigern sie ihre Wirtschaftlichkeit, indem sie mit
bank21 völlig neue Vertriebskonzepte und Geschäftsmodelle umsetzen. Zum anderen
können die Banken Kosten sparen und technische Routineabläufe zunehmend
automatisiert durchführen. Außerdem erlaubt die neue technische Plattform den
Einsatz innovativer Anwendungen im SB-Bereich – beispielsweise den
Verkauf von Karten für Veranstaltungen am Geldautomaten bzw.
Kontoauszugsdrucker (Ticket-Service) oder auch von Flugtickets (TUIfly) –
die die GAD in Zukunft weiter ausbauen wird.
Die Kunden der GAD sind mit bank21 strategisch gut
aufgestellt. Gleichzeitig verfügen sie über eine marktgerechte, stabile und
robuste technische Plattform. Auf ihr können die heutigen Bankenapplikationen
und PC-Anwendungen wie auch die Entwicklungen der nächsten Generation betrieben
werden.