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Smart Grid im Sunshine State
Die Initiative „Energy Smart Miami“ startet
Vorzeigeprojekt zur Reduktion des Energieverbrauchs
Energie ist das
Thema der Stunde, stellt doch die Energieversorgung für die nächsten Jahre eine
gewaltige Herausforderung dar. Wachsender Energiebedarf auf der einen Seite und
der Klimawandel auf der anderen erfordern eine Neuorientierung in Richtung
regenerativer Energien. Aus diesem Grunde hat es das Thema Energiemanagement an
die Spitzen der Agenden von Bund, Ländern und Kommunen in Deutschland und den
USA geschafft. „Smart Grid“ ist ein Begriff, der in diesem Zusammenhang immer
wieder auftaucht. Es handelt sich dabei um ein intelligentes Stromsystem, das
sämtliche Informationen von Einspeisern und Verbrauchern verbindet und auf
diese Weise Stromproduktion- und verbrauch in Echtzeit effizient und
zuverlässig steuert. In den USA, genauer gesagt im Regierungsbezirk Miami-Dade County,
wird daran gearbeitet aus der Vision Realität werden zu lassen. So verkündete
Bürgermeister Manny Diaz unlängst die Investition von 200 Millionen US-Dollar
an Bundesmitteln in den kommenden zwei Jahren. Mit dem Geld wird die Initiative
„Energy Smart Miami“ ein intelligentes Stromnetz aufbauen und die Nutzung
erneuerbarer Energien fördern.
Neben der
Kommune Miami sind auch die Florida Light & Power Company (FPL), General
Electric, Silver Spring Networks und Cisco Systems an der Initiative beteiligt.
Grundlage der Energieoffensive ist der „Recover Act“ der Obama-Administration,
der die gezielte Investition in alternative und erneuerbare Energien sowie in
grüne Technologien vorsieht. Alleine im Rahmen von „Energy Smart Miami“ sollen
auf diese Weise 800 bis 1.000 neue Arbeitsplätze innerhalb von zwei Jahren
geschaffen werden. Damit soll das Programm nicht nur zum Klimaschutz beitragen
und den Stromverbrauch reduzieren, sondern auch zur Ankurbelung der Wirtschaft
beitragen.
Immer auf dem Laufenden – Verbrauchsmessung in Echtzeit
Basis der
Initiative ist die Installation von innovativen, drahtlosen Stromzählern –
sogenannten Smart Metern – in einer Million Haushalten und Betrieben in Miami-Dade
County. Ziel ist es, die Stromabnehmer in Echtzeit darüber zu informieren, wie
viel Strom sie an welchen Stellen im Haus bzw. an welchen Geräten gerade verbrauchen.
Die Auswertung kann auf einer monatlichen, wöchentlichen, täglichen oder
stündlichen Basis erfolgen. Damit bekommt der Endverbraucher ein Instrument an
die Hand, mit dem er seinen Stromverbrauch gezielt überwachen und reduzieren
kann. Darüber hinaus weiß die FPL als Energieversorger der Kommune detailliert
über die Systemeffizienz und -stabilität bescheid. In den kommenden fünf Jahren
sollen insgesamt vier Millionen Privathaushalte und Betriebsstätten mit Smart
Metern vernetzt sein. Dies entspricht einem Investitionsvolumen von insgesamt
700 Millionen US-Dollar. Das zentrale Kommunikationselement in diesem System
ist ein übergreifendes Netzwerk – ähnlich dem Internet – dass das Management
solch eines komplexen Stromsystems erst ermöglicht. Jedoch weißt ein Smart Grid
wesentlich mehr „Netzknotenpunkte“, sprich Einspeisepunkte, Verbraucher und
Sensoren als das heutige Internet auf. Prinzipiell sind beide Netzwerke aber
identisch: Im Internet werden Informationsflüsse gesteuert, im Smart Grid
Stromflüsse. Somit steht das Netzwerk als Plattform im Mittelpunkt einer
Reduktion des Stromverbrauchs.
Weniger verbrauchen – weniger bezahlen
Durch die
intelligenten Stromzähler können ferner neue Preissysteme für die
Endverbraucher etabliert werden. Sie sollen die Kunden dazu motivieren, den
Strom im Idealfall dann zu verbrauchen, wenn genügend Kapazität vorhanden ist.
Auf diese Weise sollen der Energieverbrauch im Ganzen reduziert und die
Energiepreise gesenkt werden. Durch die Einbeziehung der Endkunden in die Organisation
kann darüber hinaus die so genannte Reservekapazität verringert werden. Sie
wird im Normallfall durch gas- oder ölbefeuerte Kraftwerke bereitgestellt, um
das Stromnetz bei Verbrauchsspitzen zu stabilisieren. Diese Vorgehensweise ist
jedoch recht teuer, so dass innerhalb eines Smart Grids dazu übergegangen wird,
Reservekapazitäten durch die Endverbraucher bereitstellen zu lassen. Hierdurch
sinken wiederum die Energiekosten und sowohl Stromproduzenten als auch
Verbraucher profitieren.
Deutschland ist aktiv
Auch in
Deutschland werden erste Pilotprojekte angestoßen, um Smart Grids zu
etablieren. So startet Cisco Systems mit einem namhaften Stromerzeuger einen
Testlauf, um einzelne Haushalte und Büros mit intelligenter
Kommunikationstechnologie zur Verbrauchssteuerung von Elektrogeräten
auszustatten. Hierzu gehört die Installation von Smart Metern, Home Energy
Management Systemen und Smart Plugs zur Steuerung von Endgeräten. Zu
Spitzenlastzeiten werden die von den Testern freigegebenen Geräte je nach
Bedarf und Anforderung automatisch abgeschaltet und der Verbrauch damit
effizient gestaltet sowie insgesamt reduziert. Das ganze geschieht ohne
Einschränkung des Komforts für den Nutzer.
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inklusive Leerzeichen
Autoren:
Michael Ganser,
Senior Vice President DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz)
und
Vorsitzender der Geschäftsführung Cisco Deutschland
Christian Feißt,
Industry Lead Utilities Cisco IBSG
Weitere Informationen:
Cisco Systems GmbH
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Über Cisco
Cisco Systems, Inc. (NASDAQ: CSCO) mit Hauptsitz in San Jose
(CA) ist
mit 36,1 Milliarden US-Dollar Umsatz (25. Juli 2009) weltweit
führender
Anbieter von Networking-Lösungen für das Internet. Die
deutsche
Niederlassung Cisco Systems GmbH hat ihren Sitz in
Hallbergmoos bei
München und Büros in Eschborn bei Frankfurt am Main,
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Düsseldorf, Stuttgart und Berlin. Cisco-Produkte werden in
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